Das Knochengewebe

  • Karl-Heinrich Knese
Part of the Handbuch der mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 2 / 5)

Zusammenfassung

Einen besonders breiten Raum bei der Untersuchung des Knochengewebes nehmen die Mineralien ein, die allerdings weitgehend unabhängig von den übrigen Komponenten des Knochengewebes betrachtet wurden. Andere Studien beschäftigten sich mit den Beziehungen zwischen den Osteozyten und der Interzellularsubstanz. Ältere Autoren berichten von einer Aktivität der Osteozyten, die u.a. zu einer Formänderung der Lakunen führt (Müller, 1858; Koelliker, 1873). Später waren einige Autoren der Meinung, über die Funktion der Osteozyten seien keine Aussagen möglich (Pritchard, 1956 b; Hancox, 1956), andere sehen den Osteozyten und seine Umgebung als eine funktionelle Einheit an (Zawischossenitz, 1926; Achard, 1935; Rutishauser und Majno, 1951; Lipp, 1954b). Den Osteozyten mit seiner umgebenden Interzellularsubstanz faßt Krompecher (1937) als Funktionseinheit auf, das Zytoosteon, eine Einheit, die jener des Chondrons an die Seite zu stellen ist (s.S. 442). Während eine lytische Aktivität der Osteozyten seit längerem angenommen wird (s.S. 502), wurde erst in neuerer Zeit von einer synthetischen Aktivität der Zellen berichtet. Im Vergleich mit dem Knorpelgewebe ergibt sich, daß erst in jüngster Zeit in den Chondrozyten degradierende Enzyme nachgewiesen wurden (s.S. 331).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • Karl-Heinrich Knese
    • 1
  1. 1.Institut für Histologie und EmbryologieUniversität HohenheimStuttgart 70Deutschland

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