Frühergebnisse nach Judet-Totalendoprothesenplastik des Hüftgelenks

  • D. Schöllner
  • K. H. Elsner
Conference paper

Zusammenfassung

Das allgemeine Interesse an der Abwendung von Problemen, die bei einer nicht geringen Zahl von Patienten mit TEP an der Zement-Knochen-Grenze auftreten, und eine verhältnismäßig große Zahl von Auslockerungen nichtzementierter Endoprothesen eines anderen Typs, lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die nichtzementierte TEP nach Judet. Indessen bedeutet diese Hinwendung keine vollständige Abwendung von den herkömmlichen zementierten Prothesen. Nach wie vor werden zementierte TEP in unserer Klinik bei älteren Patienten jenseits des 60. Lebensjahres mit Vorzug verwendet. Daher gilt die Judet-TEP in unserer Klinik nicht als ein Routineeingriff, sondern als ein Eingriff mit spezieller Indikation. Die Formgebung der Endoprothese mit rauher, sich selbst dem Knochen verzahnender Oberfläche schien uns besonders gute Voraussetzungen zu bieten, eine bewegungsstabile, großflächige Abstützung im Knochenlager und damit einen festen Sitz bis zum Lebensende des Patienten zu garantieren. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, muß uns die Zukunft lehren. Die Indikation zur Judet-TEP stellen wir vorzugsweise bei Patienten unter 60 Lebensjahren, bei denen die TEP entweder zwingend war oder als günstigste Alternative unter verschiedenen Möglichkeiten angesehen wurde. Eine Arthrodese wurde niemals als akzeptable Alternative angesehen. Als weitere Indikation haben wir auch bei älteren Patienten über 60 Jahren diejenigen Fälle angesehen, bei denen die einmalige oder mehrfache Auslockerung einer zementierten Prothese keinen Versuch zur Implantation einer neuen zementierten Endoprothese zu rechtfertigen schien.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • D. Schöllner
  • K. H. Elsner

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