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Der Gesundheits-Stammbaum — Standardisierte Dokumentation in der genetischen Epidemiologie

  • Günter Pfaff
  • Lothar Heinemann
  • Steven C. Hunt
  • Roger R. Williams
Conference paper
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Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

In der Entwicklung von chronischen Erkrankungen, beispielsweise beim Bluthochdruck, spielen neben beeinflußbaren Risikofaktoren aus unserer Umwelt (Rauchen, nicht angepaßte Ernährung, und Bewegungsmangel) auch familiäre Einflüsse eine Rolle. So ereignen sich rund fünfzig Prozent aller koronaren Todesfälle vor dem 55. Lebensjahr in nur etwa fünf Prozent aller Familien aus der allgemeinen Bevölkerung [1]. Solche und ähnliche Unterschiede in der Anfälligkeit für chronische Krankheiten resultieren offenbar aus einem Zusammenspiel von genetischen Faktoren (“nature”) und Umwelteinflüssen (“nurture”). Die zugrundeliegenden Ursachen sind uns zum großen Teil noch unbekannt; vieles deutet auf genetisch bedingte Varianten in der Regulation von Körperfunktionen. Jedoch könnte auch vor Kenntnis der molekularbiologischen Hintergründe eine exakte, standardisierte Familienanamnese die Gesundheitsvorsorge verbessern. Hierfür haben Arbeitsgruppen am Baylor College of Medicine und der University of Utah einen Dokumentationsbogen entwickelt [1]. Wir stellen die deutschsprachige Fassung des “Health Family Tree” vor, den „Gesundheits-Stammbaum“.

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Literatur

  1. 1.
    Williams RR, Hunt SC, Barlow GK, Chamberlain RM, Weinberg AD et al. Health Family Trees: a tool for finding and helping young family members of coronary and cancer prone pedigrees in Texas and Utah. Am J Publ Health 1988; 78 (l0): 1283–1286CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Hunt SC, Williams RR, Barlow GK. A comparison of positive family history definitions for defining risk of future disease. J Chron Dis 1986; 39 (10): 809–821CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Günter Pfaff
    • 1
    • 2
  • Lothar Heinemann
    • 3
  • Steven C. Hunt
    • 4
  • Roger R. Williams
    • 4
  1. 1.Deutsches Institut für BluthochdruckforschungHeidelbergDeutschland
  2. 2.Department of EpidemiologyHarvard University School of Public HealthBostonUSA
  3. 3.Zentralinstitut für Herz- Kreislauf-ForschungAkademie der Wissenschaften der DDRBerlinDeutschland
  4. 4.Cardiovascular Genetics Research ClinicUniversity of Utah Medical SchoolSalt Lake CityUSA

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