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Auswahl von Populationskontrollen mittels “random digit dialing”

  • L. Kreienbrock
  • G. Lieb
  • M. Gerken
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

Im Rahmen der epidemiologischen Forschung sollen die Verteilung und die Ursachen von Krankheiten in menschlichen Populationen beschrieben werden. Als effizientes Instrument hierzu haben sich Fall-Kontroll-Studien erwiesen, bei denen in einem retrospektiven Ansatz definierten Krankheitsfällen gesunde Kontrollpersonen zugeordnet werden, um anschließend die Verteilung potentieller Risikofaktoren auf Unterschiede in diesen zwei Gruppen zu analysieren. Sollen die aus einer solchen Vorgehensweise abgeleiteten Aussagen allgemeine Rückschlüsse auf die Bevölkerung zulassen, so ist es wünschenswert die Kontrollpersonen als repräsentative Bevölkerungsstichprobe auszuwählen. Ein solches Auswahlverfahren stellt das in der Markt-und Meinungsforschung entwickelte “random digit dialing” dar, bei dem Kontrollpersonen mittels einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe per Telefon gewonnen werden. Basierend auf den Erfahrungen einer Pilot-Studie zu den Risikofaktoren des Bronchialkarzinoms werden die Vor-und Nachteile dieser Methode insbesondere in Hinblick auf die Repräsentativität und die technische Realisierbarkeit aufgezeigt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • L. Kreienbrock
    • 1
  • G. Lieb
    • 1
  • M. Gerken
    • 1
  1. 1.Bergische Universität GH Wuppertal, FB 14FG Arbeitssicherheit und UmweltmedizinDeutschland

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