Advertisement

Morbiditätsorientierte Studien zur Stationären Versorgung in der Bundesrepublik

Conference paper
  • 33 Downloads
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

Wegen der großen Anforderungen an die Leistungen der Krankenhäuser und des hohen damit verbundenen Aufwands ist eine Kontrolle der stationären Versorgung notwendig, die eine hohe medizinische Qualität bei Vermeidung unwirtschaftlicher Betriebsformen sichert. Dazu werden vermehrt Analysen benötigt, die die eigentlichen Ursachen der Inanspruchnahme stationärer Leistungen, nämlich die Krankheiten der Patienten, berücksichtigten. Solche morbiditätsorientierten Studien stützen sich wesentlich auf Methoden und Instrumente der Medizinischen Informatik (medizinische Klassifikationen, EDV-gestützte Betriebsabläufe, Basis-und Verlaufsdokumentationen usw.) und der Medizinischen Statistik (Studiendesign, Datenreduktion, statistische Auswertung usw.) und es soll hierzu exemplarisch aus westdeutschen Studien berichtet werden. So wurde der Einfluß von Diagnosenspektrum (aus dem Krankheitsartenprofil) und Bettenauslastung auf die Kosten im Krankenhaus mit Hilfe von Faktoren- und Regressionsanalysen untersucht. In einem ähnlichen Ansatz wird eine kontinuierliche Spezifikation des Krankenhausprodukts mit der Verweildauer als Ressourcenverbrauchsindikator in Analogie zu diagnosebezogenen Fallklassifikationen entwickelt und diskutiert. Ohne direkte Kostenbetrachtung sind in sogn. Fehlbelegungsstudien, die medizinisch nicht als notwendig eingeschätzten Verweildaueranteile diagnosebezogen bestimmt worden, wobei eine repräsentative Stichprobe bundesdeutscher Akutkrankenhausfälle als Datenbasis diente. Die Anforderung solcher und ähnlicher Studien an unser Fach und die meist in der Datenqualität liegenden Grenzen ihrer Aussagefähigkeit werden diskutiert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. [1]
    Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Krankenhaus 6–7 (1990) 254Google Scholar
  2. [2]
    PORZOLT, F. et al.: Krankenhauskosten onkologischer und nicht-onkologischer Patienten. Siebtes Jahrestreffen der ATO, Krebsverband Bd.-Württ. Stuttgart 1988, 34–50Google Scholar
  3. [3]
    Sachverständigenrat für die AKiG: Jahresgutachten 1990, Ziff. 400–408. Jahresgutachten 1989, Ziff. 5467. Nomos Verl. Baden-Baden 1990, 1989Google Scholar
  4. [4]
    LEIDL, R., POTTHOFF, P., SCHWEFEL, D. (eds.): European Approaches to Patienten Classification Systems. Springer Verl. Berlin 1990Google Scholar
  5. [5]
    KLAR, R., SCHULTE MÖNTING, J., MÜLLER, U.: Qualität und Eignung der Stichprobe zur Messung der Fehlbelegung der bundesdeutschen Akutkrankenhäuser. In: GIANI, REPGES (Hrsg.): Biometrie und Informatik–neue Wege zur Erkenntnisgewinnung in der Medizin. Springer Verlag Berlin 1990, 183–186Google Scholar
  6. [6]
    National Center for Health Statistics: National Hospital Discharge Survey: Annual Summary 1987, Ser. 13 No 99, US-DHHS, CDC Hyattsville MD, 1989Google Scholar
  7. [7]
    KLAR, R., GRAUBNER, B., EHLERS, C.Th.: Leitfaden zur Erstellung der Diagnosenstatistik. Forschungsbericht Gesundheitsforschung Nr. 135, 2., verbess. Aufl., BMA (Hrsg.), Bonn 1988Google Scholar
  8. [8]
    BREYER, F.; PAFFRATH, D. et al.: Die Krankenhaus-Kostenfunktion. AOK-Verl. Bonn 1987Google Scholar
  9. [9]
    AOK Bundesverband: Krankheitsartenstatistik 1988. Bonn 1989Google Scholar
  10. [10]
    EHLERS, C.Th.: Anforderungen an die medizinische. Basisdokumentation und Anwendungen der Diagnosenstatistik im Krankenhaus. (s. dieser Tagungsband)Google Scholar
  11. [11]
    ZAISS, A.W., KLAR, R.: Fehlertolerante Patientenidentifikation mit ADABAS (s. diesen Tagungsband)Google Scholar
  12. [12]
    SELBMANN, K.H.: Der Beitrag der Epidemiologie zur Qualität des Gesundheitsversrogungssystems (s. diesen Tagungsband)Google Scholar
  13. [13]
    KÖBBERLING, J., TRAMPISCH, H.J., WINDELER, J.: Memorandum zur Evaluierung diagnostischer Maßnahmen. GMDS Schriftenreihe Heft 10, Schattauer Verl. 1989Google Scholar
  14. [14]
    LEIDL, R.: Die fallbezogene Spezifikation des Krankenhausprodukts. Springer Verl. Berlin 1987CrossRefGoogle Scholar
  15. [15]
    MÜLLER, U., KLAR, R.: Umfang von Fehlbelegungen in Akutkrankenhäusern bei Patienten aller Altersklassen. Forschungsbericht Gesundheitsforschung Nr. 189, BMA (Hrsg. ), Bonn 1989Google Scholar
  16. [16]
    MOOR, G. (de Pintellan 185, B-9000 Gent), AIM Projects 1990: CAMAC (Case based Management and Clinical Evaluation), HOSCOM ( Hospital Comparision, Medical and Financial Data).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • R. Klar
    • 1
  1. 1.Abteilung Medizinische InformatikUniversitätsklinikum FreiburgFreiburg i.Br.Deutschland

Personalised recommendations