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Epidemiologische Methoden in der Arbeitsmedizin

  • Jürgen Berger
Conference paper
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Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

Das Spektrum der epidemiologischen Methoden in der Arbeitsmedizin erstreckt sich von der Berechnung deskriptiver Maßzahlen bis hin zur Anwendung multivariater Modelle. Das primäre Ziel einer epidemiologischen Studie in der Arbeitsmedizin ist, die Hypothese zu prüfen, ob von dem Umgang mit einem bestimmten Arbeitsstoff oder von den Arbeitsbedingungen (Exposition) ein gesundheitliches Risiko für die Beschäftigten ausgeht. Unter Risiko versteht man die bedingte Wahrscheinlichkeit, daß eine zu einem Zeitpunkt to von einer bestimmten Krankheit nicht befallene Person danach innerhalb einer definierten Zeitspanne an ihr erkrankt, wobei vorausgesetzt wird, daß die Person in diesem Zeitraum nicht in Folge eines anderen Ereignisses verstirbt (Kleinbaum et al., 1982). Dieses Konzept setzt somit eine Referenzperiode voraus (z. B. 5 Jahre oder die gesamte weitere Lebensspanne), und das Risiko beinhaltet eine auf ein Individuum bezogene Aussage. Das Verhältnis des Risikos einer exponierten zu demjenigen einer nichtexponierten Person ist das relative Risiko – RR = Pr(KIE)/Pr(KIE) Ein Wert > 1 deutet somit auf eine Risikoerhöhung durch die Exposition hin.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Jürgen Berger
    • 1
  1. 1.Institut für Mathematik und DatenverarbeitungMedizin der Universität HamburgDeutschland

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