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Das Nitratbedingte Strumarisiko in Einem Endemiegebiet

  • Helmut Höring
  • Matthias Nagel
  • Johannes Haerting
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

Die endemische Struma, die häufig auch als Iodmangelstruma bezeichnet wird, ist weltweit, auch in verschiedenen Regionen Europas, sehr verbreitet. Ihre eindeutige und deshalb auch namensgebende Beziehung zur alimentären Iodversorgung ist lange bekannt und unumstritten. Zahlreiche epidemiologische Studien (Übersichten bei GAITAN und MATOVINOVIC) zeigten jedoch, daß Todmangel allein nicht die Ursache von Strumaendemien sein kann. In zahlreichen lokal begrenzten Fällen ist die Koinzidenz von Iodmangel und der Einwirkung antithyreoidaler Noxen demonstriert worden (GAITAN, MATOVINOVIC, DELANGE). Aus experimentellen Untersuchungen sind viele Stoffe bekannt, die die Schilddrüsenfunktion stören und Strumawachstum auslösen (HÖRING a). Nach heutiger Auffassung ist die endemische Struma die Folge des Zusammenwirkens von Iodmangel und antithyreoidaler Exposition, wobei meist der eine oder andere Faktor augenscheinlich dominiert. In der Regel ist das der Iodmangel. Ob super dem Geschlecht — Mädchen erkranken etwa 4 mal so häufig - noch weitere genetisch determinierte Dispositionen im Spiel sind, läßt sich noch nicht mit Sicherheit beantworten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Helmut Höring
    • 1
  • Matthias Nagel
    • 1
  • Johannes Haerting
    • 2
  1. 1.Forschungsinstitut für Hygiene und MikrobiologieBad ElsterDeutschland
  2. 2.Institut für Biostatistik und Medizinische Informatik derMartinLuther-UniversitätHalleDeutschland

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