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Datenquellen des Gesundheitswesens der DDR und Ihre Haupteigenschaften

  • Michael Radoschewski
Conference paper
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Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 72)

Zusammenfassung

Die Anhebung des Gesundheitszustandes und des Niveaus der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung im östlichen Teil Deutschlands verlangt genaue und regional differenzierte Kenntnis der Situation, quantitative und qualitative Charakterisierung der vorhandenen Niveauunterschiede und ihrer strukturellen Komponenten. Dies spricht für die schnelle Etablierung einer kontinuierlichen Gesundheitsberichterstattung in Deutschland und insbesondere in seinen künftigen östlichen Ländern (vgl. RADOSCHEWSKI (1990)). Die inhaltlichen und methodischen Anforderungen an Datenquellen für eine moderne Gesundheitsberichterstattung müssen deshalb auch Kriterien für die Bewertung bisheriger Datenquellen des Gesundheitswesens der DDR sein. Eine derartige Wertung kann nur eine erste Näherung sein, da eine konzeptionell untersetzte Bestandsaufnahme vorhandener Datenquellen in der DDR nie erfolgte, ein Analogon zum Endbericht der Forschungsgruppe Gesundheitsberichterstattung für den östlichen Teil Deutschlands als inhaltlicher und methodischer Zugang demnach nicht gegeben ist. Dieser Umstand nährt zweifellos die vorhandenen sowohl positiven als auch negativen Einschätzungen der Datenlage und der epidemiologischen Nutzbarkeit relevanter Datenquellen in der DDR. Er rechtfertigt vielleicht auch diesen zwangsläufig nur groben Wertungsansatz. Eine umgehende Bestandsaufnahme ist aus sachlicher Sicht mehr als dringlich, da anderenfalls erhebliche Kompatibilitätsprobleme unvermeidlich sein dürften und die methodischen Möglichkeiten einer Validierung bisheriger Datenquellen bei Zeitverzug immer geringer werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Michael Radoschewski
    • 1
  1. 1.Institut für Sozialhygiene und Organisation des GesundheitswesensBerlin – OstDeutschland

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