Einleitung

  • Gerd Bönner
  • K. H. Rahn

Zusammenfassung

Die Regulation des systemischen Blutdrucks unterliegt multiplen zentralen und peripheren Regulationsmechanismen, von denen die vasoaktiven Hormonsysteme eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Es waren in der Vergangenheit besonders die vasopressorisch aktiven Hormonsysteme wie das Renin-Angiotensin-System, die Mineralokortikoide, die Katecholamine und das antidiuretische Hormon, die das bevorzugte Interesse der Hypertonieforschung auf sich zogen. So wurde über einen langen Zeitraum ein pathologisches Übergewicht an vasopressorischen Hormonen als wesentliche Ursache einer arteriellen Hypertonie diskutiert. Die Bedeutung der vasodepressorisch aktiven Hormonsysteme wie das Kallikrein-Kinin-System und die Prostaglandine blieb jedoch viele Jahre unbeachtet, und ein Mangel an vasodepressorischen Substanzen wurde selten als ein pathogenetischer Faktor für die Entwicklung einer Hypertonie in Erwägung gezogen. Dies verwundert um so mehr, wenn man bedenkt, daß die blutdrucksenkende Wirkung des Kallikrein-Kinin-Systems bereits 1926 durch Frey und Kraut (“F-Stoff”) [65] entdeckt wurde.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Gerd Bönner
    • 1
  • K. H. Rahn
    • 2
  1. 1.Medizinische Universitätsklinik IIStädt. Krankenanstalten MerheimKöln 91Deutschland
  2. 2.Medizinische PoliklinikUniversität MünsterMünsterDeutschland

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