Werkzeuge für die Hochgeschwindigkeitsumformung

  • Gerhard Oehler

Zusammenfassung

Die Hochgeschwindigkeitsumformverfahren — zuweilen auch als Hochenergieurnforrnverfahren bezeichnet — sind nach dem derzeitigen Stand der Technik in vier Gruppen zu unterteilen. Die beiden ersten sind Druckwellenverfahren, wobei die Druckwellen entweder von Explosivstoffen (I) oder durch Funkenentladung bzw. Drahtexplosion (II) erzeugt werden. Das dritte Verfahren beruht auf magnetischen Kräften (III). Alle diese drei Verfahren wirken unmittelbar auf den zu bearbeitbaren Werkstoff, der direkt den Druckmedien ausgesetzt wird. Beim Verfahren I kann die Explosion in der Luft oder unter Wasser vor sich gehen, wobei ersteres immer seltener angewendet wird. Das Verfahren II — meist als Hydrospark-, Unterwasserblitzoder Stromstoßverfahren bezeichnet — wird nur im Bereich flüssiger Medien angewendet. Hingegen können die für das dritte Verfahren erforderlichen Magnetfelder nur an der Luft oder in Gasräumen, keinesfalls unter Wasser erzeugt werden. Der Forschung bleibt es vorbehalten zu untersuchen, ob anstelle von Wasser andere Flüssigkeiten und anstelle von Luft andere Gase oder Gasgemische Vorteile bringen. Im Gegensatz zu diesen drei unmittelbar wirkenden Verfahren ist die Bearbeitung unter Hochgeschwindigkeitshämmern (IV) eine mittelbar wirkende.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Gerhard Oehler
    • 1
  1. 1.Technischen Universität (TH) HannoverBad DürkheimDeutschland

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