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Nootropika

  • Otto Benkert
  • Hanns Hippius
  • Hermann Wetzel
Chapter
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Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Für die Gruppe von Pharmaka, die die Hirndurchblutung steigern oder den Hirnstoffwechsel verbessern sollen, hat sich in den letzten Jahren der Begriff Nootropika weitgehend durchgesetzt. Durch die Substanzen dieser Gruppe sollen höhere zerebrale Funktionen besonders des kognitiven Bereichs (Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis) aktiviert werden. Es wird vermutet, daß die Zunahme der Leistungen Folge einer „Stimulierung der vigilanzregulierenden Hirnsysteme“ [47] sei. Ohne Zweifel können Nootropika zwar über einen bestimmten Zeitraum die zerebrale Blutzirkulation modifizieren [244] ; die Bedeutung dieser Wirkungskomponente ist aber in bezug auf klinisch erwünschte Effekte unklar. Ein Nachweis der physiologischen Wirkungen der Nootropika ist auch deswegen schwierig, weil diese Substanzen nicht zu einer sofortigen subjektiven oder objektiven Verhaltensänderung beim Tier und beim Menschen führen. Abgesehen davon, daß das pathophysiologische Geschehen beim chronischen Psychosyndrom trotz vielfältiger theoretischer Ansätze noch ungeklärt ist, bestehen auch keine hinreichend gesicherten Korrelationen zwischen beobachteten biochemisch-pharmakologischen und elektrophysiologischen Wirkungen am Tier und therapeutisch angestrebten Funktionsverbesserungen beim Menschen ; außerdem fehlen brauchbare Tiermodelle.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Otto Benkert
    • 1
  • Hanns Hippius
    • 2
  • Hermann Wetzel
    • 1
  1. 1.Psychiatrische KlinikUniversität MainzMainzDeutschland
  2. 2.Psychiatrische KlinikUniversität MünchenMünchen 2Deutschland

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