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Allgemeine Grundlagen

  • Seith
  • K. Ruthardt
  • Walter Rollwagen
Conference paper
Part of the Anleitungen für die Chemische Laboratoriumspraxis book series (LABORATORIUM, volume 1)

Zusammenfassung

Wir gehen von der bekannten Tatsache aus, daß durch Energieaufnahme gestörte Atome unter Abgabe charakteristischer Energiebeträge in Form von Licht in ihren Ausgangszustand (Grundzustand) zurückkehren. Diese Art der Lichtausstrahlung beobachten wir im Spektralapparat als Linienspektrum. Die Zahl der Spektrallinien einer bestimmten Atomart bekundet die Zahl der möglichen Energieübergänge. Solange bei der Energieaufnahme kein Elektron vom Atom weggerissen wird, spricht man von Anregung des Atoms. Hat aber das Atom dabei ein Elektron verloren, dann ordnen sich die verbleibenden Elektronen in neuen Energiestufungen an, sie senden damit auch ganz andere Spektrallinien aus; wir beobachten das sogenannte I. Ionenspektrum, sind vor der Anregung schon zwei Elektronen abgespalten, das II. Ionenspektrum usw. In einer nach den heutigen Kenntnissen nicht mehr sachlich begründeten Formulierung heißt das Spektrum des angeregten neutralen Atoms auch Bogenspektrum, die Spektren der einfach, zweifach .... ionisierten angeregten Ionen heißen Funkenspektren. Eine genaue Untersuchung einer einzelnen Spektrallinie zeigt, daß sie die Strahlung eines sehr engen Wellenlängenbereiches δ λ umfaßt. Der Wert δ λ gibt dem Physiker Aufschluß über die Art des Abstrahlungsvorganges. Für die Spektrochemie genügt es zu wissen, daß je nach Anregungsart dieser Wert δ λ recht verschieden ausfallen kann. Wir bezeichnen δ λ als die physikalische Linienbreite. Selbst in Apparaten mittlerer Leistungsfähigkeit hat der Wert δ λ schon Einfluß auf die Schärfe der Spektrallinien. Die Abb. 1 zeigt, daß z. B. eine Bogenentladung schärfere Linien gibt als eine Funkenentladung; sie wird also zur Prüfung eines Spektralapparates auf Abbildungsqualität vorzuziehen sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • Seith
  • K. Ruthardt
  • Walter Rollwagen
    • 1
  1. 1.II. phys. Inst. der UniversitätMünchenDeutschland

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