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Neuromuskuläre Funktion und körperliche Leistung

  • H. Stoboy

Zusammenfassung

Durch das Wechselspiel von Kontraktion und Erschlaffung agonistischer und antagonistischer Muskelgruppen entstehen Bewegungsmuster, die bei vollendeter Koordination den Eindruck eines ästhetischen Bewegungsflusses bei einer sportlichen Übung vermitteln. Die Kontraktion eines einzelnen Muskels nähert in vorgegebener Bewegungsrichtung Ursprung und Ansatz dieses Muskels reversibel einander an. Ein koordinierter Bewegungsablauf in vielen Muskeln kann erst aus der Summe des efferenten und afferenten Informationsflusses zu einer Vielzahl von motorischen Vorderhornzellen entstehen. Die einzelne motorische Vorderhornzelle versorgt, entsprechend den Erfordernissen für eine mehr oder weniger fein abgestufte Kontraktion, verschieden viele Muskelfasern. Ihr Neuron verzweigt sich und tritt über die motorischen Endplatten mit den Muskelfasern in Verbindung. Eine solche motorische Einheit beinhaltet minimal etwa 5 (quergestreifte Augenmuskulatur) bis 1000 oder sogar mehr (Antigravitationsmuskulatur) Muskelfasern. Das Erregungsniveau der motorischen Vorderhornzelle, d. h. ihre Bereitschaft, fortgeleitete Erregung zu den entsprechenden Muskelfasern zu leiten, richtet sich nach der Aufschaltung räumlich unterschiedlicher, aber synchron eintreffender Impulse bzw. zeitlich in dichter Reihenfolge über die gleiche präsynaptische Endigung einlaufender Impulse.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • H. Stoboy

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