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Indikationen zum Langzeit-EKG

  • Klaus-Peter Bethge
  • Bernd-Dieter Gonska
Chapter
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Zusammenfassung

Das Charakteristikum des Langzeit-EKG ist die Informationsfülle als direkte Folge der Dauer der EKG-Aufzeichnung. Hierin unterscheidet sich das Langzeit-EKG von allen anderen EKG-Methoden. Bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 70–80 Schlägen pro Minute werden über eine Tag-Nacht-Periode, also über 24 h, bereits 100800–115 200 Herzzyklen gespeichert. Jeder individuelle Herzzyklus enthält wiederum eine Fülle von Einzelinformationen, wie z. B. die Zykluslänge, die Dauer des PQ-, QRS- und QT-Intervalls wie auch den Grad der Auslenkung der ST-Strecke aus der Isoelektrischen. Der Informationsgehalt des Langzeit-EKG wird also um den Faktor der Einzelinformationen vergrößert. Mit einer 24stündigen EKG-Aufzeichnung stehen dem Anwender der Methode damit mindestens eine halbe Million Einzelinformationen zur Verfügung. Bei dieser Rechnung noch völlig unberücksichtigt sind morphologische Veränderungen in den einzelnen Abschnitten des Herzzyklus einschließlich des Kammerkomplexes selbst. Werden diese in die Rechnung mit einbezogen, liegen weit mehr als 1 Mio. Detailinformationen vor. Diese Datenfülle ist visuell nicht einmal näherungsweise zu erschließen (s. Abschn. 2.5, S. 65). Die Ausbeute der tatsächlich vorhandenen Daten hängt also ganz wesentlich von einer leistungsfähigen rechnerunterstützten Analyse des Langzeit-EKG ab (Abschn. 2.2).

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Klaus-Peter Bethge
    • 1
  • Bernd-Dieter Gonska
    • 2
  1. 1.Medizinische Klinik, Friedrich-Ebert-KrankenhausUniversität KielNeumünsterDeutschland
  2. 2.Abt. für Kardiologie und Pulmonologie, Med. Klinik und PoliklinikGeorg-August-UniversitätGöttingenDeutschland

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