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Austausch von künftigen Haut- und Hirnzellen

  • Ernst Hadorn
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 77)

Zusammenfassung

Hans Spemann hat als erster erkannt und bewiesen, wie wunderbar sich an Keimen von Molchen, Unken und Fröschen operieren läßt. Mit selbst gemachten mikrochirurgischen Instrumenten, wie feinsten Glasnadeln, Pipetten und Haarschlingen konnte er Stücke aus irgendeiner Blastula- oder Gastrularegion herausschneiden und an einem beliebigen Ort in den gleichen oder in einen fremden Keim verpflanzen. Der Operateur arbeitet dabei im Blickfeld einer binokularen Lupe, die ihm das stecknadelknopfgroße Ei so vergrößert, daß er nach gebührender Übung das Gefühl hat, er manipuliere an einem Fußball herum. Die Keime ertragen tiefgreifende Operationen, und verpflanzte Stücke heilen schon in einer Viertelstunde völlig ein. Seit man über Sulfonamide und Antibiotica verfügt, die dem Kulturwasser zugegeben werden, ist auch die Infektionsgefahr beseitigt. So lassen sich große Versuchsserien bis zum gewünschten Stadium züchten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Ernst Hadorn
    • 1
  1. 1.Zoologie und Vergleichenden AnatomieUniversität ZürichSchweiz

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