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Hormone pp 78-82 | Cite as

Beziehung von Keimdrüse und Hypophyse

  • Hermann Giersberg
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 32)

Zusammenfassung

Ich sagte eben, daß das Follikelhormon auf den Eierstock selbst, abgesehen von einem wahrscheinlichen Einfluß auf die Eizelle, keine direkte Wirkung hat. Die Aufgabe der Keimdrüse ist vielseitig genug. Einmal hat sie die Keimzellen zu liefern, dann die Hormone aufzubauen, welche die Entwicklung der befruchteten Keime im Uterus gewährleisten, schließlich die sekundären Geschlechtsmerkmale zur Entfaltung bringen, die körperliche und geistige Entwicklung von Mensch und Tier in ihren Phasen zu überwachen und die Leistungsfähigkeit des Organismus als Anreger des ganzen innersekretorischen Systems aufrechtzuerhalten. Dennoch wäre es falsch, würden wir die Keimdrüsen allzusehr in den Mittelpunkt des innersekretorischen Geschehens setzen; werden sie doch selbst beeinflußt und beherrscht von der geheimnisvollen innersekretorischen Drüse der Hypophyse, die am Zwischenhirnboden sitzt und die eigentlich ein innersekretorisches Zentrum, eine übergeordnete Instanz für das Zusammenwirken der innersekretorischen Organe, darstellt. Wir wollen auf die Hypophyse später noch eingehen, hier interessiert uns zunächst ihr Einfluß auf Wachstum und Arbeit der Keimdrüsen. Da ist zu sagen, daß der Vorderlappen der Hypophyse als Beherrscher, „als Motor der Sexualfunktion“, angesprochen werden muß; wird er zerstört, so bilden sich die Keimdrüsen zurück, wird ein Vorderlappen einem jungen, unreifen Tiere eingepflanzt, so entwickeln sich Keimdrüse und Geschlechtsapparat in überstürzter Weise.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • Hermann Giersberg
    • 1
  1. 1.Universität Frankfurt am MainDeutschland

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