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Beinleiden pp 117-120 | Cite as

Gummistrümpfe

  • Karl Sigg

Zusammenfassung

Weibliche Patienten schrecken oft vor einem Kompressionsverband zurück, da er unter dem dünnen Strumpf sichtbar ist und das Bein dicker erscheinen läßt. Wenn auch mit den hautfarbenen Rhena-Varidress-Binden ein Kompressionsverband viel weniger auffällt als mit gewöhnlichen weißen Binden, kann er doch nur beim Tragen sehr dicker Strümpfe ganz unsichtbar gemacht werden. Wenn daher in vielen Fällen einige Tage nach der Behandlung oder manchmal schon am Tage darauf der Verband durch einen guten Gummistrumpf ersetzt werden kann, bedeutet das besonders in kosmetischer Hinsicht für viele Frauen eine Erleichterung. Dabei muß der Strumpf allerdings genügend und am richtigen Ort komprimieren (er muß also in der Knöchelgegend dichter gewirkt sein als in der Wadengegend und unter dem Knie). Ein oben und unten gleich straff gewirkter Strumpf übt besonders im Sitzen in der Kniegegend eine stark komprimierende Wirkung aus, was in der Knöchelgegend, also dort, wo die Zirkulation am meisten gefördert werden sollte, zu einer Stauung führt. Ein solcher Gummistrumpf schadet mehr als er nützt. Dies ist der Grund, weshalb wir früher von dem Tragen eines Gummistrumpfes stets abgeraten haben, weil kranke Beine auch unter dem besten Gummistrumpf nie ganz ödemfrei waren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Karl Sigg
    • 1
    • 2
  1. 1.Poliklinik für VenenerkrankungenUniversitäts-Frauenklinik BaselBinningen/BaselSchweiz
  2. 2.Kantonsspital LiestalBinningen/BaselSchweiz

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