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Zusammenfassung

Was bildet den Gegenstand einer wissenschaftlichen Erklärung ? Die naheliegende Antwort in realistischer Sprache lautet : Ereignisse oder Phänomene, die wir in der Natur oder in der geistigen Welt antreffen. Unter “Ereignis” wird dabei ein raum-zeitlich abgegrenztes Stück der Wirklichkeit verstanden, also etwas, das ein Gebiet der vierdimensionalen RaumZeit-Welt einnimmt bzw. im Grenzfall einen Raum-Zeit-Punkt. Da der Übergang zwischen prozessualen Weltgebieten, die wir im vorwissenschaftlichen Sprachgebrauch als Ereignisse bezeichnen, und nichtprozessualen Weltgebieten, die im Alltag Dinge genannt werden, fließend ist, müßte man auch die Dinge zu dem, was erklärt wird, hinzurechnen. Der Erklärungsbegriff wäre danach als eine zweistellige Relation R zu konstruieren, wobei wir als Vorbereich dieser Relation etwa die Klasse der Sätze nehmen könnten und als Nachbereich die Klasse der konkreten Weltereignisse und Dinge zu wählen hätten. “xRy” würde also eine Relation zwischen Sätzen und konkreten Ereignissen ausdrücken.

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Referenzen

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    Man kann dieses unselbständige Vorkommen von „Tatsache“ innerhalb von „erklärt die Tatsache, daß“ analog auffassen wie das unselbständige Vorkommen von “alt” innerhalb von „halten“.Google Scholar
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    Größerer Anschaulichkeit halber klammern wir stets den Satz, der als zweites Argument des Operators auftritt, ein.Google Scholar
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    Wir setzen in diesem Abschnitt stets voraus, daß zum Wertbereich von „x“ in „ σ p“ Sätze bzw. Äußerungen gehören. Die im ersten Lösungsvorschlag erwogene Alternativdeutung, wonach dieser Wertbereich aus Sachverhalten besteht, fällt jetzt hinweg.Google Scholar
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    Die Verwendung von Ausdrucksschemata läßt sich durch Benützung geeigneter syntaktischer metasprachlicher Variablen vermeiden. Die Erörterungen dieses Abschnittes sollen jedoch mit dieser zusätzlichen technischen Komplikation nicht belastet werden.Google Scholar
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    Nach den eben gemachten Bemerkungen ist eine Schreibweise von der Art „iησp“ nicht ganz korrekt; denn „p“ darf hier nicht als quantifizierbare Satzvariable aufgefaßt werden.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.Philosophisches Seminar IIUniversität MünchenDeutschland

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