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Fossilien und Stammesgeschichte

  • Erich Thenius
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 81)

Zusammenfassung

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist die Erforschung der stammesgeschichtlichen Entwicklung zu einer der Hauptaufgaben der Paläontologie geworden. Erst die Fossilien ermöglichen die Dokumentierung der real abgelaufenen Phylogenese, die heute von jedem wissenschaftlich arbeitenden Biologen anerkannt wird, kann doch allein schon die abgestufte Formenmannigfaltigkeit der Organismen (Hierarchie) als Beweis für die Abstammungslehre angesehen werden. Aber mit der Anerkennung einer stammesgeschichtlichen Entwicklung allein ist es noch nicht getan. Sehr oft gehen die Ansichten der einzelnen Wissenschaftler über die phylogenetischen Zusammenhänge, die ihren Ausdruck meist in sog. „Stammbäumen“ finden, auseinander. Können derartige „Stammbäume“ schon infolge der zweidimensionalen Darstellung nur als Schemata betrachtet werden, so beruhen die Meinungsverschiedenheiten über den stammesgeschichtlichen Ablauf meist auf der verschiedenen Bewertung der einzelnen Merkmale bzw. ihrer Homologisierung. Der Homologiebegriff bildet eine der wesentlichsten Voraussetzungen für jede taxionomische und phylogenetische Untersuchung. Einander homologe Organe sind entstehungsgleich (z. B. der Vogelflügel und die Flosse eines Wales; nicht hingegen der Vogelflügel mit dem Insektenflügel etc.)

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Erich Thenius
    • 1
  1. 1.Universität WienÖsterreich

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