Erkrankungen des äußeren weiblichen Genitales

  • Otto Braun-Falco
  • Gerd Plewig
  • Helmut H. Wolff

Zusammenfassung

Das äußere weibliche Genitale wird von den Labia majora gegen die normale Haut abgegrenzt. Die Labia majora besitzen an der Außenseite die Struktur der normalen Haut, allerdings mit reichlich Fettgewebe und einem lockerem Bindegewebe; dies erklärt auch rasch auftretende ödematöse Schwellungszustände bei entzündlichen Reaktionen. An der Innenseite ist die Haut glatt und feucht und geht in die Schleimhaut über. Anhangsgebilde in Form von Haartalgdrüseneinheiten und ekkrine Schweißdrüsen finden sich an der Außenseite, während an der Innenseite lediglich freie Talgdrüsen vorkommen. Letztere werden auch an den Labia minora vielfach in großer Zahl beobachtet. Sie können bei genauer Betrachtung den Patienten veranlassen, einen Arzt aufzusuchen. Apokrine Schweißdrüsen finden sich in sehr dichter Verteilung, besonders im Bereich von Mons pubis und den großen Schamlippen. Dies erklärt auch das Vorkommen von extramammärem M. Paget in diesen Zonen. Die Bartholin–Drüsen münden rechts und links im unteren Drittel der Innenseiten der kleinen Schamlippen. Sie können bei Gonorrhö miterkranken. Die Vagina ist von einem mehrschichtigen verhornenden Plattenepithel bedeckt und hat einen sauren pH–Wert (4,8–5).

Synonyme

Vulvovaginitis adultorum kann durch starken Juckreiz oder Schmerz beachtliche Beschwerden verursachen. Trockenheit und Juckreiz stören am meisten. Senile Genitalatrophie. Leichter Juckreiz. 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Otto Braun-Falco
    • 1
  • Gerd Plewig
    • 2
  • Helmut H. Wolff
    • 3
  1. 1.Ludwig-Maximilians-Universität MünchenMünchen 2Deutschland
  2. 2.UniversitätshautklinikDüsseldorf 1Deutschland
  3. 3.Medizinischen Hochschule LübeckLübeck 1Deutschland

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