Geruchs- und Geschmackssinn

  • William F. Ganong

Zusammenfassung

Geruchs- und Geschmacksinn werden meist als viscerale Sinne bezeichnet, da sie eng mit der gastro-intestinalen Funktion zusammenhängen. Sie sind einander funktionsgemäß zugeordnet; das Aroma vieler Nahrungsstoffe besteht häufig aus einer Kombination von Geruch und Geschmack. Nahrungsmittel schmecken „fade“, wenn man infolge Schnupfen eine beeinträchtigte Geruchswahrnehmung hat. Die Receptoren für Geschmack und Geruch sind Chemoreceptoren, die durch — in den Sekreten von Nase und Mund gelöste — Moleküle gereizt werden. Die Geruchsreceptoren sind auf Distanz wirksam (Telereceptoren); sie haben keine nervöse Verbindung zum Thalamus und es besteht keine neocorticale Projektionsfläche für die Geruchsempfindung. Die nervösen Leitungen von den Geschmacksreceptoren verlaufen zum Thalamus und die Geschmacksimpulse finden ihre Projektion in der hinteren Zentralwindung, zusammen mit den Projektionen von Berührungs- und Druckreceptoren der Mundhöhle.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • William F. Ganong
    • 1
  1. 1.School of MedicineUniversity of CaliforniaSan FranciscoUSA

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