Advertisement

Bacteriophagen

  • Gerhart Drews

Zusammenfassung

Wenn wir das Prinzip des Kochschen Plattengußverfahrens folgerichtig weiterentwickeln, kommen wir zu der zuerst von GRACIA angegebenen und später allgemein eingeführten Weichagarschichtmethode (ADAMS). Wie beim Plattieren von Bakterien werden die einzelnen Phagen räumlich getrennt im Agar festgelegt. Da Phagen jedoch bei ihrer Vermehrung von der Hilfe des Wirtes abhängen, müssen wir sie mit diesem zusammen bebrüten. Das Wirtsbakterium wird so dicht eingeimpft, daß nach der Bebrütung ein geschlossener Bakterienrasen entsteht. Die im Weichagar liegenden, räumlich getrennten Phagenpartikel gelangen durch Diffusion an die Oberfläche eines in der Nähe liegenden Wirtsbakteriums. Nach Infektion und Synthese neuer Phagen lysiert die Wirtszelle. Die frei werdenden Phagen infizieren die benachbarten Bakterien. Da von einem Bakterium viele Phagen (20 – 400) produziert werden, entsteht schließlich in dem Bakterienrasen ein makroskopisch sichtbarer Lysehof (plaque). Bei ausreichender Verdünnung der Phagensuspension und vorausgesetzt, daß alle Phagen virulent und infektionstüchtig sind, entspricht die Zahl der Plaques der Zahl der dem Weichagar bei der Beimpfung zugesetzten Phagenpartikel. Meist ist aber das Verhältnis von Zahl der Plaques zu der der Phagenpartikel (efficiency of plating) kleiner als eins.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Adams, M.H.: Bacteriophages. New York: Interscience Publ. 1959.Google Scholar
  2. Bresch, C., Hausmann, R.: Klassische und molekulare Genetik, 2. Aufl. Berlin-Heidelberg-New York: Springer 1970.Google Scholar
  3. Bresch, C., Trautner, T.: Phagengenetischer Kurs. Unveröffentlichtes Skriptum. Köln 1963.Google Scholar
  4. Colter, J.S., Paranchyck, W.: The Molecular Biology of Viruses. New York, London: Academic Press 1967.Google Scholar
  5. Davis, B.D., Dulbecco, R., Eisen, H.N., Ginsberg, H.S., Wood, W.B., Mccarty, M.: Microbiology. 2. Ed. Hagerstown: Harper and Row Publ. 1973.Google Scholar
  6. Eisenstark, A.: In: Methods in Virology, Ed. K. Maramorosch and H. Koprowski, Vol. I. New York, London: Academic Press 1967.Google Scholar
  7. Kay, D.: Methods for studying the infections properties and multiplication of bacteriophage. In: Methods in Microbiology, Vol. 7A, p.191. Ed. J.R. Norris and D.W. Ribbons. London, New York: Academic Press 1972.Google Scholar
  8. Kwapinski, J.B.G., Bradley, S.G., Brown, E.R., Fraenkel-Conrat, H., Kordova, N., O’leary, W.M., Reithel, F.J., Salton, M.R.J., Storck, R., Woodside, E.F.: Molecular Microbiology. New York, London, Sidney, Toronto: John Wiley and Sons 1974.Google Scholar
  9. Mathews, C.K.: Bacteriophage Biochemistry. New York: van Nostrand Reinhold Comp. 1971.Google Scholar
  10. Stent, G.S.: Molecular Biology of Bacterial Viruses. San Francisco, London: W.H. Freeman 1963.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Gerhart Drews
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Mikrobiologie, Institut für Biologie IIUniversität FreiburgFreiburg i. Br.Deutschland

Personalised recommendations