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Österreich-Ungarn

  • Otto Sieblist

Zusammenfassung

Die Österreichisch-Ungarische Monarchie besitzt für die beiden Reichshälften — Österreich und Ungarn — ein gemeinsames Staatsoberhaupt, den Kaiser von Österreich, zugleich König von Ungarn. Ferner sind für beide Länder gemeinsam: die Regelung der auswärtigen Angelegenheiten mit Einschluß der diplomatischen und handelspolitischen Vertretung dem Auslande gegenüber, das Kriegswesen (mit einigen Einschränkungen) und das Finanzwesen hinsichtlich der gemeinschaftlich zu bestreitenden Ausgaben. Gewisse Angelegenheiten wiederum sind zwar nicht gemeinsam zu verwalten, jedoch nach gleichen, von Zeit zu Zeit zu vereinbarenden Grundsätzen zu behandeln; hierzu zählen die Handelsangelegenheiten, insbesondere die Zollgesetzgebung, die Feststellung des Münzwesens und des Geldfußes, die Feststellung des Wehrsystems usw. In allen übrigen Beziehungen bestehen in den beiden Staatsgebieten vollständig getrennte Regierungen mit eigenen Parlamenten und Ministerien. So wird auch das Post- (und Telegraphen-) Wesen beider Reichshälften durch zwei voneinander unabhängige, besondere Zentralverwaltungen geleitet: die Kaiserlich-Königlich Österreichische, für die österreichischen Staaten einschließlich Galizien und Bukowina, die Königlich Ungarische, für Ungarn mit Siebenbürgen, Kroatien, Slawonien und Fiume nebst Gebiet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1909

Authors and Affiliations

  • Otto Sieblist
    • 1
  1. 1.Internationalen Bureaus des WeltpostvereinsDeutschland

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