Advertisement

Die in Deutschland praktisch durchgeführten Formen der offenen Geisteskrankenfürsorge

  • Valentin Faltlhauser

Zusammenfassung

Die offene Fürsorge der mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalt Erlangen beruht in ihrer Idee, in ihrem Aufbau und in ihrer Entwicklung auf schöpferischen Gedanken Kolbs. Was vielleicht schon anderen vor ihm in weniger klarer Weise vorgeschwebt ist, was in Bruchstücken und unvollständigen Teilverwirklichungen da und dort zu einzelnen Ansätzen geführt hat, hat er in die klare Form einer lebendigen, wohldurchdachten Organisation gegossen. Ihm war es vorbehalten, den Gedanken einer Fürsorge für geistig Abnorme völlig zum praktischen Ende zu denken, den Schlußstein der historischen Entwicklung einer Behandlung der Geisteskranken zu setzen, wobei er sich nicht auf die Geisteskranken im engeren Sinne beschränkte, sondern alle geistig anomalen Menschen überhaupt erfaßt wissen wollte. Die Linie dieser historischen Entwicklung verläuft von der Nichtbehandlung und Mißhandlung der Geisteskranken über die Anstaltsbehandlung und Familienpflege mit ihrer teilweisen Erfassung der Geisteskranken zum letzten Glied in dieser Kette, eben der offenen Fürsorge für alle geistig Abnormen, und zwar in Gestalt einer allgemeinen Fürsorge, also sowohl in medizinischer wie sozialer Hinsicht.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Die Jahresberichte der Heil- und Pflegeanstalt Burghölzli von 1915–1925. Ein Aufsatz aus meiner Feder über „Familienversorgung Geisteskranker“ aus dem Bericht des Zürcher Hilfsvereins für Geisteskranke vom Jahre 1921.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Valentin Faltlhauser
    • 1
  1. 1.ErlangenDeutschland

Personalised recommendations