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Zusammenfassung

Seit dem Ausgang der siebenziger Jahre hat sich für den Pharmakognosten eine ganz bemerkenswerthe Erscheinung gezeigt. Während bis dahin das Anwachsen der Anzahl der zu Heilzwecken verwendeten Pflanzen ein ziemlich gleichmässiges und im Allgemeinen nicht bedeutendes war, richtete sich fast plötzlich die Aufmerksamkeit der interessirten Kreise in ganz auffallend hohem Grade darauf, dem Arzneischatz neue Heilpflanzen zuzuführen. Die Bestrebungen, die darauf abzielten, gingen nach verschiedenen Richtungen. Einmal wendete man der mitteleuropäischen Flora neue Aufmerksamkeit zu, insofern man sich bemühte, in ihr, von der man doch annehmen sollte, dass sie, die der Wissenschaft von jeher besonders zugänglich war, bereits gründlich erforscht sein müsste, neue Heilpflanzen aufzufinden oder ältere, die mehr oder weniger in Vergessenheit gerathen waren, von Neuem in die Wissenschaft einzuführen. Man begnügte sich nicht, solche Pflanzen, von den Angaben älterer Schriftsteller ausgehend, oder auf der Volksheilkunde fussend, die konservativer wie die Wissenschaft, sich ihrer immer noch bediente, unmittelbar als Heilmittel zu verwenden, sondern auch die Chemie wendete diesem einigermassen vernachlässigten Gebiet wieder ihre Aufmerksamkeit zu und suchte nach chemisch wohl charakterisirten Stoffen, denen man die Wirksamkeit der Pflanzen zuschreiben konnte.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1897

Authors and Affiliations

  • Carl Hartwich
    • 1
  1. 1.Eidgenössischen Polytechnikum in ZürichZürichSchweiz

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