Der Einphasenmotor

  • Julius Heubach

Zusammenfassung

Der einem Einphasenmotor zugeführte Wechselstrom erzeugt ein oszillierendes Feld, das man als die Resultante zweier in entgegengesetzter Richtung rotierender konstanter Drehfelder; deren Intensität gleich der halben des maximalen Einphasenfeldes ist, auffassen kann, Abb. 210. Die Umlaufszahl eines jeden dieser Drehfelder entspricht bei einem zweipoligen Felde der Periodenzahl des erregenden Wechselstromes. Ein Einphasenmotor läßt sich auf Grund dieser Vorstellung als ein Drehstrornmotor auffassen, der mit zwei Erregerwicklungen ausgestattet und deren eine für Rechts-, deren andere für Linkslauf geschaltet ist. Die Gesamtwirkung des Erregerfeldes auf den Rotor muß sich aus den Einzelwirkungen des rechts und links laufenden Drehfeldes zusammensetzen. Kapp hat den Nachweis geliefert („El. Kraftübertragung“, 2. Aufl., Seite 281), daß die im Rotor durch das rechts laufende Feld induzierten Ströme auf das links drehende weder einwirken noch von ihm beeinflußt werden, und infolgedessen kann der oben erwähnte Einphasenmotor durch zwei identisch gebaute Drehstrommotoren ersetzt gedacht werden, deren Statoren hintereinander geschaltet sind, und deren einzelne Phasenspulen so verbunden werden müssen, daß die beiden Drehstrommotoren in entgegengesetzter Drehrichtung laufen. Außerdem ist jeder Schleifring des einen Motors mit je einem Schleifring des zweiten Motors elektrisch zu verbinden. Werden nun die beiden Rotoren auch mechanisch gekuppelt, so verhalten sich die beiden Drehstrommotoren wie ein Einphasenmotor.

Abb.210

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Julius Heubach
    • 1
  1. 1.Elektromotorenwerke Heidenau G. m. b. H.Deutschland

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