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Zusammenfassung

Der Luftballon, der schon fast vom Tage seiner Geburt an in den Dienst der Wissenschaft vom Luftmeere, der Meteorologie, gestellt worden war, heischt heute als Gegenleistung die Dienste der Wissenschaft für sich, zumal seitdem er sich aus einer dem Winde bedingungslos anheimgegebenen Einzelzelle zu einem mit eigenen Bewegungsvorrichtungen versehenen Organismus entwickelt hat, und die „Aerologie“, wie man jetzt die Meteorologie der „freien“ Atmosphäre zu bezeichnen liebt, steht nunmehr im Dienste der Luftschiffahrt. Der Luftschiffer, sei er „lenkbar oder unlenkbar“, hat in erster Linie an den Strömungen der Luft, den Winden, Interesse, während ihm die übrigen meteorologischen Elemente von geringerer Wichtigkeit sind. So wurde gleich nach der Gründung der Motorluftschiff — Studiengesellschaft in Berlin eine groß angelegte Untersuchung über die Winde in Deutschland in Angriff genommen, die sich auf die an sämtlichen deutschen meteorologischen Instituten seit langen Jahren angesammelten Aufzeichnungen über die Richtung und Stärke des Windes stützt. In Anbetracht der unkontrollierbaren Unsicherheiten, welche sich aus der mechanischen Registrierung des Windes durch Anemometer ergeben, empfahl es sich, nur die nach der üblichen B e a u f o r t schen Skala geschätzten Windstärken zugrunde zu legen, bei der 0 Windstille, 6 einen steifen Wind und 12 einen Orkan bedeutet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

Authors and Affiliations

  • Richard Aßmann
    • 1
  1. 1.LindenbergDeutschland

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