Aufzählung und Klassifikation derselben

  • Carl von Fischbach

Zusammenfassung

Ueber die in Deutschland vorkommenden Waldbäume ist im Allgemeinen Folgendes vorauszuschicken:

In den meisten Fällen hat es der Forstmann mit den der gemäßigten Zone eigenthümlichen geselligen Pflanzen zu thum; darunter versteht man solche, welche ausschließlich auf einer größeren Fläche allein vorkommen, und das Gedeihen anderer Arten auf diesem Raume nicht gestatten oder sehr erschweren. Sowohl nützliche als auch schädliche Waldpflanzen gehören in diese Kategorie. — Bedingt gesellige Pflanzen kann man solche nennen, welche nur unter besonders günstigen Verhältnissen in größerer Ausdehnung herrschend auftreten. Der Landwirth unterscheidet noch zwischen verträglichen und unverträglichen Gewächsen; in der Forstwissenschaft ist diese Unterscheidung nicht so entwickelt und durch Beobachtungen noch nicht genügend festgestellt; obgleich die Kenntniß deises Verhaltens der Holzarten neben und nach einander in vielen Fällen von praktischem Werthe sein könnte; so siedelt sich z. B. die Buche sehr leicht unter der Weißtanne an, während das umgekehrte Verhältniß zu den seltenen Ausnahmen gehört; dagegen findet man unter Buchen häufig selbst noch in ziemlich geschlossenen Beständen zahlreichen Fichtenanflug, während dieser unter seinen eigenen Mutterbäumen oder unter Weißtannen viel mehr Licht verlangt. Das Gleiche beobachtet man bei der Eiche, welche noch einen ziemlich starken Druck von älteren Kiefern erträgt; von anderen Holzarten aber nicht.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1880

Authors and Affiliations

  • Carl von Fischbach

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