Spannungsoptik pp 238-306 | Cite as

Modellmaterial

  • Helmut Wolf

Zusammenfassung

Grundsätzlich eignet sich jeder durchsichtige und elastische Körper, der im spannungsfreien Zustand isotrop ist und bei Beanspruchung doppelbrechend wird, zur Herstellung spannungsoptischer Modelle. Diese Bedingungen sind jedoch für praktische Zwecke noch nicht ausreichend. Denn an einen sogenannten idealen spannungsoptischen Modellwerkstoff werden folgende allgemeine Anforderungen gestellt:
  1. 1.

    Lichtdurchlässigkeit. Es ist leicht einzusehen, daß nur durchsichtige Kunststoffe für spannungsoptische Modelle verwendet werden können. Vollkommen klare Materialien sind solchen, die milchig getrübt oder eingefärbt sind, vorzuziehen. Dies gilt besonders für die Durchstrahlung größerer Schichtdicken. Die meisten in der Praxis verwendeten Modellwerkstoffe zeigen eine leichte gelblichbraune Trübung, die aber bei den üblichen Schichtdicken von etwa 5 bis 10 mm bei ebenen Versuchen nicht besonders stört. Bei räumlichen Versuchen nach dem Einfrierverfahren und anschließendem Zerlegen des Modells in Scheiben von etwa 4 bis 5 mm Schichtdicke liegen die Verhältnisse noch günstiger.

     
  2. 2.

    Isotropie im unbeanspruchten Zustand. Das Material soll im unbeanspruchten Zustand keine ausgezeichneten Richtungen zeigen, d. h. isotrop sein. Damit rind mechanische, optische and elektrische Eigenschaften in jedem Punkt unabhängig von der Untersuchungsrichtung. Erst durch die Beanspruchung entstehen als ausgezeichnete Richtungen die Hauptspannungsrichtungen.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Helmut Wolf
    • 1
  1. 1.Siemens-Schuckertwerke AGMülheim/RuhrDeutschland

Personalised recommendations