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Spannungsoptik pp 127-145 | Cite as

Isoklinen und Hauptspannungslinien

  • Helmut Wolf
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Zusammenfassung

Bringt man ein unter Spannung stehendes Modell zwischen eine spannungsoptische Apparatur, so treten im zirkular polarisierten Licht nur die Isochromaten auf. Bei Verwendung von linear polarisiertem Licht (d. h. Polarisator und Analysator gekreuzt oder parallel; ohne Viertelwellenplatten) entstehen dagegen zusätzlich dunkle Linien oder Bereiche, die auf einen Einfluß des Neigungswinkels zwischen Polarisationsrichtung und Hauptspannungsrichtung in dem betreffenden Punkt zurückzuführen sind. Man bezeichnet letztere allgemein als Linien gleicher Hauptspannungsrichtungen, Richtungsgleichen oder „Isoklinen“. Für alle Punkte einer Isokline (mit konstantem Parameter) sind also die Hauptspannungsrichtungen gleich, und zwar parallel zu dem dazugehörigen Achsenkreuz PolarisatorAnalysator. Ihre Lage ist unabhängig vom Verlauf und der Zahl der Isochromaten, d. h. der absoluten Größe der Spannungen, und nur eine Funktion der Modellform und der Belastung. Denn als Linien gleicher Hauptspannungsrichtungen bestimmen sie das Netz der Hauptspannungslinien und damit die Spannungsverteilung, die unabhängig von der absoluten Größe der Spannung ist (solange sie im elastischen Bereich bleibt). Das Netz der Hauptspannungslinien erhält man, indem zunächst für verschiedene Polarisationsrichtungen die Isoklinen bestimmt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Helmut Wolf
    • 1
  1. 1.Siemens-Schuckertwerke AGMülheim/RuhrDeutschland

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