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Die Stromwendermotoren für Einphasen- und Drehstrom

  • Wilhelm Lehmann

Zusammenfassung

Ein Gleichstrom-Reihenschlußmotor kehrt seine Drehrichtung nicht um, wenn man seine beiden Zuleitungen vertauscht. Er muß daher auch mit Einphasenstrom betrieben werden können. Es zeigt sich aber, daß ein mit Einphasenstrom betriebener Gleichstrommotor infolge hoher Selbstinduktionsspannungen nur einen kleinen Strom hindurchläßt und wenig leistet. Die Ursache der Selbstinduktionsspannungen sind Streu- felder, und zwar hauptsächlich das Ankerfeld und das um die Erregerwicklungen gebildete Streufeld. Beide Felder spielen bei Gleichstrommotoren keine wesentliche Rolle, während sie hier äußerst stark induzierend wirken. Zur Beseitigung des Ankerfeldes ordnen wir im Ständer, 90° verschoben gegen die Erregerwicklung, eine Kompensationswicklung K an, welche mit dem Anker in Reihe geschaltet wird und die Ankerdurchflutung fast völlig kompensiert (Bild 168.2), wenn die Kompensationswicklung genügend nahe an die Ankerwicklung herangebracht wird. Zur Verringerung der Ständerstreuung wird die Erregerwicklung E in Nuten eingebettet und damit ebenfalls dicht an den Anker herangerückt. Zur Aufhebung der Selbstinduktionsspannung bei der Stromwendung erhält der Motor Wendepole, deren Wicklung W mit dem Anker in Reihe liegt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Lehmann

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