Advertisement

Der elektrische Antrieb

  • Wilhelm Lehmann

Zusammenfassung

Als man um das Jahr 1900 in größerem Umfang begann, Werkzeug- und Hebemaschinen elektrisch anzutreiben, geschah dies einfach in der Weise, daß man an die Stelle der früheren Dampfmaschine oder Transmission einen Elektromotor setzte, wobei die bis dahin benutzten Getriebe beibehalten wurden. Erst später zerlegte man die langen Wellenstränge in einzelne Gruppen mit eigenem elektrischen Antrieb, und zwar derart, daß möglichst solche Maschinen eine Gruppe bildeten, welche gleichzeitig benutzt wurden. Dieser Gruppenantrieb ist heute durch den Einzeiantrieb und den Mehrmotorenantrieb abgelöst worden. Bild 231.1 zeigt an dem Beispiel eines Fräswerks den Einzelantrieb und den einfacheren Mehrmotorenantrieb. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Vielmehr beobachtet man, wie Bingel 1 zeigte, überall ein Hinwandern des Elektromotors zum Werkstück, womit meistens eine Auflösung des Energiestromes in einzelne Teilströme verbunden ist (Mehrmotorenantrieb gegen Einzelantrieb). Die Energieerzeugung hat in dieser Zeit eine gegeniäiufige Wanderung vollzogen. Die Dampfmaschine ist nicht nur aus der Werkstätte und Fabrik, sondern meist auch aus der Stadt verschwunden und findet sich nun als Turbine in riesenhafter Leistung zusammengefaßt in einzelnen Großkraftwerken. Die Gründe für diese Entwicklung sincl zunächst wirtschaftlicher Art. Wir haben bereits mehrfach festgestellt, daß eine elektrische Maschine relativ um so leichter und billiger hergestellt werden kann, je größer ihre Leistung ist und daß zudem der Wirkungsgrad der großen Maschine ein höherer ist. Ähnliches gilt auch für die Dampfmaschine.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Z. VDI, 1930 S. 848.Google Scholar
  2. 1.
    Schiebeler : Der, „Wirkungsgrad der Geschwindigkeit“ bei Kranbetrieben. Elektrotechn. u. Maschinenb. 59. Jg., Heft 33/34, S. 383/91.Google Scholar
  3. 1.
    Vortragsreihe: Der elektrische Antrieb in Industriebetrieben. VDI-Berlin.Google Scholar
  4. 2.
    A. Leonhaed: Die selbstätige Regelung. 2. Aufl. Springer 1957.CrossRefGoogle Scholar
  5. 3.
    VDE-Buchreihe Bd. 4, Steuerungen und Regelungen elektrischer Antriebe 1959.Google Scholar
  6. 4.
    DIN 19226.Google Scholar
  7. 1.
    G. Loocke, Elektr. Maschinen Verstärker, Springer 1958.CrossRefGoogle Scholar
  8. 1.
    Schrader, H.-J.: Ein Motorrelais für Drehstrommotoren im aussetzenden Betrieb. ETZ 1951, Heft 21, S. 634.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Lehmann

There are no affiliations available

Personalised recommendations