Geschichtliche Entwicklung

  • G. Volkert

Zusammenfassung

In den Jahren nach 1860 begann man, sich mit der industriellen Herstellung der heute unter dein Namen Ferrolegierungen bekannten Metalle zu beschäftigen. Man begann damit, die betreffenden Erze, also beispielsweise Chromeisenstein oder eisenhaltige Manganerze, mit Kohle und Zuschlägen gemischt, in Graphittiegeln im Tiegelofen zu schmelzen. Die hierbei erzielten Produkte waren in den wenigsten Fällen zufriedenstellend. Zumal bei den höher schmelzenden Metallen war es oft nicht einmal möglich, einen richtig durchgeschmolzenen Metallregulus zu erzielen. Eine Zwischenlösung war die, niedrigprozentige Legierungen zu erzeugen, also beispielsweise eine Eisenchromlegierung mit 25% Chrom. Die hierbei erzielten Mengen konnten natürlich auf die Dauer der sich rasch entwickelnden Stahlindustrie nicht genügen. Es mußten also Wege gefunden werden, welche die Herstellung großer Mengen zu günstigem Preise ermöglichten. Da es sich ja um Eisenlegierungen handelte, war es naheliegend, mit den Methoden der Eisenmetallurgie auf diesem Gebiet Versuche zu unternehmen. Die bis dahin weitgehend durchgebildete Einrichtung zur Eisenherstellung war der Hochofen. Was war also naheliegender als der Gedanke, den Hochofen an Stelle reiner Eisenerze z. B. mit mangan-, chrom- oder titanhaltigem Eisenerz zu beschicken. Dieser Gedanke war auch in einigen Fällen durchaus fruchtbar und so erfolgreich, daß sich daraus eine beachtliche Großindustrie aufbauen konnte (Herstellung von Hochofenmangan).

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • G. Volkert
    • 1
  1. 1.SöllingenDeutschland

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