Allgemeine Eigenschaften von Viren

  • Ernest Jawetz
  • Joseph L. Melnick
  • Edward A. Adelberg

Zusammenfassung

Viren sind charakterisiert durch ihre ultramikroskopische Größe (bis 300 mµ) und durch ihre Fähigkeit, sich ausschließlich in lebenden Zellen zu vermehren. Sie enthalten eine Nucleinsäure und wenigstens ein als Antigen wirksames Protein. In einem Stadium ihrer Vermehrung durchlaufen sie eine Umwandlung in eine nichtinfektiöse Form, die ein notwendiger Schritt in ihrem Vermehrungscyclus ist. Die Nucleinsäure (Genom des Virus) veranlaßt die Umstellung der normalen Stoffwechselprozesse der Zelle, in die sie eindringt, zur Bildung von Virusnucleinsäure und zur Bildung eines Code für die Proteine, die die umgebende Hülle (Capsid) bilden. Das Capsid stabilisiert die Virusnucleinsäure, so daß diese extracellulär überleben kann und ermöglicht außerdem die Adsorption an und möglicherweise auch die Penetration in empfängliche Zellen. Die Virusantigene findet man im Capsid, wahrscheinlich in dessen Untereinheiten (Capsomere). Zahlreiche Informationen über die Virus-Wirtszellbeziehung hat man durch Untersuchungen mit Bakteriophagen gewonnen, den Viren, die Bakterien befallen. Diese Fragen werden in Kapitel 9 (Seite 138) behandelt. Die Eigenschaften der einzelnen Virusarten werden in den Kapiteln 29–39 besprochen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Ernest Jawetz
    • 1
  • Joseph L. Melnick
    • 2
  • Edward A. Adelberg
    • 3
  1. 1.Department of MicrobiologyUniversity of California School of MedicineSan FranciscoUSA
  2. 2.Baylor University College of MedicineHoustonUSA
  3. 3.Department of MicrobiologyYale UniversityUSA

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