Der Federwechsel (die Mauser)

  • Oskar Heinroth
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 34)

Zusammenfassung

Die Oberhautgebilde der Säugetiere und Vögel müssen sich, da sie einer ständigen Abnützung durch die Umwelt ausgesetzt sind, dauernd erneuern, und dies geschieht entweder wie bei unserer Haut, den Nägeln und Hufen sowie bei den Krallen und dem Schnabel des Vogels ganz allmählich, oder der Ersatz erfolgt zu gewissen Zeiten geradezu ruckweise, wie bei Haaren und Federn. Es ist ja bekannt, daß z. B. beim Reh ein kurzes, rotes Sommerhaar mit einem langen, dichten, grauen Winterhaar wechselt, und so ähnlich verhält es sich beim Federkleide auch. In den meisten Fällen wird das gesamte Gefieder, das man in die Körperfedern oder das Kleingefieder und in die Schwingen und Schwanzfedern oder das Großgefieder einteilt, 1 Jahr lang getragen. Einige Arten erneuern es zweimal jährlich, und sehr viele wechseln nur das Kleingefieder zweimal, während die großen Flügel- und Schwanzfedern für 1 Jahr stehenbleiben. Bei der sogenannten Mauser, also eben diesem Federwechsel, bildet sich zunächst unter der abgestorbenen Feder tief in der Haut eine neue, die ihre Vorgängerin herausschiebt, so daß diese schließlich ausfällt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • Oskar Heinroth
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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