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Zusammenfassung

So wie die Grundbautechnik durch die in den letzten Jahrzehnten gewonnenen neuen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Bodenmechanik entscheidend beeinflußt wurde, bahnt sich auch im Tunnel- und Stollenbau durch die Erforschung der physikalischen, insbesondere aber der mechanischen Eigenschaften des Gebirges gefördert, eine neue Entwicklung an. Bis vor nicht allzulanger Zeit waren im Tunnel- und Stollenbau hauptsächlich die aus der Bauerfahrung gewonnenen Erkenntnisse maßgebend gewesen. Daß sie allein nicht genügten, zeigen die Anschauungen über den Gebirgsdruck, die trotz vieler intuitiv richtig gedeuteter Beobachtungen keine einheitliche und endgültige Beurteilung dieser wichtigsten Frage des Tunnel- und Stollenbaueszu begründen vermochten. Ähnlich lagen die Dinge hinsichtlich der Formgebung, Bemessung und Ausführung des Ausbaues. Die theoretischen Auffassungen darüber gingen, sofern man solche überhaupt gelten ließ, weit auseinander und waren als Grundlage für eine weitere Entwicklung wenig geeignet. Die neueren Untersuchungen wellen hierin eine Wendung herbeiführen, durch Erforschung der Eigenschaften des Gebirges ein zutreffendes Urteil in der Frage des Gebirgsdruckes gewinnen und eine widerspruchsfreie Grundlage für die Formgebung und Bemessung des Ausbaues schaffen. Es bedarf keines besonderen Hinweises, daß hierbei die Fortschritte auf dem Gebiet der Bodenmechanik mit herangezogen und verwertet werden, soweit dies mit Rücksicht auf die Beschaffenheit des Gebirges möglich ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Hermann Kastner
    • 1
  1. 1.InnsbruckÖsterreich

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