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Spätisraelitisches Schrifttum

  • Klaus Koch
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 83)

Zusammenfassung

Im Jahre I98 entrissen die griechisch-syrischen Seleukiden Palästina den Ptolemäern. Dieser Übergang von einer Diadochenherrschaft zur anderen hatte weittragende Folgen. Während bis dahin der über den Orient sich ausbreitende griechische Geist, der Hellenismus, auf die israelitische Religionsgemeinschaft sehr allmählich und unangefochten einwirkte, kommt es jetzt zu einer bewußten Hellenisierungspolitik und infolgedessen zu immer schärferen Auseinandersetzungen in Israel zwischen konservativen und hellenenfreundlichen Kreisen. Im makkabäischen Aufstand (ab I68) kommt es zu jahrzehntelangen, erbitterten Kämpfen. Durch den Aufstand und die Gründung eines halbsouveränen Staates unter der Dynastie der Hasmonäer war die Verarbeitung oder Abwehr hellenistischen Geistes nur vorübergehend vertagt. Sie flammt vor allem in der Römerzeit (seit 63 v. Chr.) und unter der Herrschaft des ebenso tatkräftigen wie gewalttätigen Herodes d. Großen wieder auf, um in den beiden Aufständen 66–70 und I32 I35 n. Chr. mit der Zerstörung eines organisierten israelitischen Gemeinwesens und seines entscheidenden Zentrums, des jerusalemischen Tempels, in Blut und Trümmern zu enden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Klaus Koch
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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