Das Gleichgewicht des Lebens

  • H. Hölder
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 93)

Zusammenfassung

Wir dürfen auch aus dem Prinzip der Auslese kein Dogma machen : So sehr sie am Werke ist, so sehr gibt es für das schöpferisch tätige Leben viel Spielraum. Denn es schafft nicht nur zufällig zweckmäßigere und zufällig unzweckmäßigere Formen, sondern auch sehr viele solche, denen gegenüber die Umwelt gleichgültig, neutral ist. Es ist das vor allem die bunte Welt der Muster, Ornamente und Skulpturen: Es gibt herrlich farbgemusterte Schneckengehäuse, deren Träger im Sand oder Schlamm eingegraben leben, so daß die Auslese hier gewiß nicht anzugreifen vermag und gerade deshalb auch eine Vielfalt der Zeichnungen zuläßt. Das Leben kann ein verschwenderisches Spiel treiben, das von der Auslese zwar kontrolliert, ihr aber keineswegs geopfert wird. Fälle extremer optischer Anpassung Stabheuschrecken an das Gezweig, Schmetterlingsflügel an nach Umriß, Geäder und Farbe so gut wie gleiche Blätter sind gewiß Musterbeispiele für die Wirkung der Auslese.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • H. Hölder
    • 1
  1. 1.Geologisch-Paläontologisches Institut und Geologisches MuseumWestfälische Wilhelms-UniversitätMünster/Westf.Deutschland

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