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Angstsprache der Stasi-Unterlagen. Zur Konstitution der Bedrohlichkeit in alltäglichen und institutionellen Kontexten der DDR

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Zusammenfassung

Durch den Fokus auf „Angstsprachen“ findet Angst einen Zugang zum Instrumentarium soziologischer Beschreibung. Laut den Klassikern der soziologischen Theorie sollten Ängste und andere Gefühle keineswegs zum soziologischen Themengebiet gehören, wie es beispielsweise von Weber (1984) und Niklas Luhmann (1982) postuliert wurde. Denn anders als „soziale Handlungen“ oder „soziale Kommunikation“, die beobachtbar und beschreibbar sind, entziehen sich die Gefühle jeder rationalen Analyse.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Faculty of Social Science Cultural Psychology and Anthropology of KnowledgeRuhr Universität BochumBochumDeutschland

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