Advertisement

Geldwertstabilität und Stabilität der Offenen Gesellschaft

  • Carl Christian von WeizsäckerEmail author
  • Hagen Krämer
Chapter
  • 1.7k Downloads

Zusammenfassung

Der Sozialstaat ist gemäß historischer Erfahrung das Bindeglied zwischen Demokratie und Marktwirtschaft. Weder ein zu kleiner noch ein überdehnter Sozialstaat kann diese Bindegliedfunktion erfüllen.

Ein „Stabilitätspakt“ zwischen Bürger und Staat ist erforderlich: 1. Ein Sozialstaat zur Absicherung der Bürger auch im Alter. 2. Das Rentensystem muss aus Anreizgründen ein „Sparen“ (Zwangssparen) für das Alter sein. 3. Die meisten Bürger sparen darüber hinaus freiwillig. 4. Der Staat sorgt für stabile Kaufkraft des Geldes. 5. Der Staat setzt seine Fiskalpolitik im Sinne einer hohen Beschäftigung ein.

Ein modernes Verständnis von persönlicher Freiheit umfasst die Sicherheit, die ein ausgewogener Sozialstaat gewährt. Im 21. Jahrhundert folgt hieraus, dass die Bürger einen großen Teil ihres Vermögens in der Form von Nettoforderungen an den Staat halten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Deaton, Angus. 2013. The Great Escape – Health, Wealth, and the Origins of Inequality. Princeton (NJ): Princeton University Press.Google Scholar
  2. Eucken, Walter. 1952. Grundsätze der Wirtschaftspolitik. Tübingen: Mohr-Siebeck.Google Scholar
  3. Hayek, Friedrich A. 1967. Rechtsordnung und Handelnsordnung. In Zur Einheit der Rechts- und Staatswissenschaften, hrsg. Erich Streißler, 195-230. Karlsruhe: C.F. Müller.Google Scholar
  4. Marx, Karl. 1867. Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie, Erster Band, Der Produktionsprozess des Kapitals. Berlin: Dietz Verlag 1959.Google Scholar
  5. Marx, Karl und Friedrich Engels. 1848. Manifest der Kommunistischen Partei. London: Bildungsgesellschaft für Arbeiter.Google Scholar
  6. Müller-Armack, Alfred. 1950. Soziale Irenik. Weltwirtschaftliches Archiv 64: 181-203.Google Scholar
  7. Osterhammel, Jürgen. 2010. Die Verwandlung der Welt – Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München: C.H. Beck-Verlag.Google Scholar
  8. Polanyi, Karl. 1944. The Great Transformation. New York (NY): Farrar and Rinehart.Google Scholar
  9. Popper, Karl. 1945. The Open Society and its Enemies. London: Routledge.Google Scholar
  10. Safranski, Rüdiger. 2007. Romantik – eine deutsche Affäre. München: Hanser.Google Scholar
  11. Simon, Herbert. 1962. The Architecture of Complexity. Proceedings of the American Philosophical Society 106 (6): 467-482.Google Scholar
  12. Simmel, Georg. 1900. Philosophie des Geldes. Leipzig: Duncker und Humblot.Google Scholar
  13. Weizsäcker, Carl Christian von. 2005. Hayek und Keynes – Eine Synthese. Ordo 56: 95-111.Google Scholar
  14. Weizsäcker, Carl Christian von. 2014. Die normative Ko-Evolution von Marktwirtschaft und Demokratie. Ordo 65: 13-43.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BonnDeutschland
  2. 2.KarlsruheDeutschland

Personalised recommendations