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Polymorphismen als Basis des genotypischen Varianzanteils

  • Karl-Friedrich FischbachEmail author
  • Martin Niggeschmidt
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Die aus genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) abgeleiteten Scores für IQ und „Bildungserfolg“ erklären derzeit unter 15 % der Merkmalsvarianz. Daraus lassen sich keine individuellen Prognosen ableiten – und eine „Präzisionserziehung“, wie sie der britische Psychologe Robert Plomin in Aussicht stellt, schon gar nicht. Doch auch wenn die Prognosekraft größer wäre, müsste man die Ergebnisse mit Vorsicht behandeln: Ein Score für „Bildungserfolg“ beschreibt genetische Faktoren, die hilfreich sind, um in einer hypothetischen Standardversion des derzeitigen westlichen Bildungssystems erfolgreich zu sein. Es geht nicht um die Frage: Welche genetischen Potenziale haben die Probanden? Sondern, ganz konservativ: Wer passt ins System – und wer nicht?

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität FreiburgFreiburgDeutschland
  2. 2.HamburgDeutschland

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