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Sittliche Gefühle, Tugenden, wechselseitige Beobachtung (Schottische Moralphilosophie)

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Zusammenfassung

Die Theorien der sozialen Interaktion reichen in ihren Ursprüngen weit in die Geschichte der Soziologie zurück. Am Anfang steht die Aussage des englischen Staatsphilosophen des ausgehenden 17. Jahrhunderts, John Locke, dass wir in unserem Handeln eher dem „law of opinion or reputation“ als dem göttlichen oder staatlichen Gesetz folgen. Nach der englischen Aufklärung sind nicht transzendentale Ideen oder der Glaube Quellen der Erkenntnis, sondern allein die Erfahrungen. Den damit begründeten Empirismus, der hinfort für jede Wissenschaft zu gelten habe, hat im 18. Jahrhundert die Schottische Moralphilosophie auf die Fragen gewandt, wie das menschliche Zusammenleben funktioniert, wie also Gesellschaft möglich ist und sich erhält. Eine Antwort lautete, dass die Menschen gemeinsame Gefühle ausbilden und sich so in die Lage eines Anderen hineinversetzen können. Sie beobachten einander und ziehen aus der Beobachtung Schlüsse, welches Verhalten öffentliche Anerkennung verspricht.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Fernuniversität in HagenHagenDeutschland

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