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Diversität selbstverständlich (er)leben: Interkulturelles Mentoring in Schulen

  • Susanne Binder
Chapter

Abstract

Das Konzept „Interkulturelles Mentoring“ ist aus der Beschäftigung der Autorin mit den Herausforderungen im österreichischen Schulbetrieb erwachsen, die sich aus der zunehmenden Diversität der Schüler*innenschaft ergeben. „Interkulturellen Mentor*innen“ bieten eine Möglichkeit, Diversität in der Schule positiv(er) erlebbar zu machen – sowohl für Schulkinder als auch für Lehrpersonen. Die Mentor*innen sind Studierende, die mehrsprachig sind und Migrations- oder Fluchterfahrungen mitbringen. Im Frühjahr 2017 begleiten 35 Mentor*innen an 25 Pflichtschulen Schüler*innen auf ihrer Schullaufbahn. Sie besuchen einmal pro Woche eine Klasse, lernen mit den Kindern (manchmal in deren Sprache), sind ihnen Ansprechpersonen und in erster Linie Vorbilder. Für die Kinder, die ähnliche Erfahrungen machen, bedeutet dies eine willkommene Zuwendung und stärkt ihr Selbstbewusstsein. Für Lehrpersonen ist es eine Unterstützung im Schulalltag sowie in der Elternzusammenarbeit – oft sogar ein erster intensiver Kontakt zu (gebildeten) Personen mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Seit den rezenten Fluchtbewegungen arbeiten wir verstärkt mit arabisch-sprachigen Mentor*innen zusammen, die ebenfalls geflüchtet sind, sich jetzt in der Gesellschaft engagieren und ihre Integration durch Kontakte und Deutschlernen voranbringen möchten. Aspekte aus interkultureller Pädagogik sowie den Refugee Studies finden im Konzept und in der Umsetzung Anwendung und werden bedürfnis- wie praxisorientiert eingebracht.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Susanne Binder
    • 1
  1. 1.Institut für Kultur und SozialanthropologieUniversität WienWienÖsterreich

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