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Fazit: Das Zwei-Prozent-Ziel: unbrauchbares Kriterium mit hoher politischer Wirkung

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Zusammenfassung

Entstehung und konzeptioneller Hintergrund des Zwei-Prozent-Ziels der NATO (und das damit verknüpfte Zwanzig-Prozent-Ziel) zeigen: die Kenngröße ist zwar derzeit in aller Munde, sie ist jedoch weder verbindlich noch plausibel. Daher erzeugt sie Fehlinformationen. Gleichwohl entwickelt sie in den letzten zwei Jahren eine enorme innenpolitische Wirkung in Deutschland. Dieses ist vor allem auf außenpolitischen Druck aus den USA zurückzuführen, der wohl andauern wird. Wegen der konzeptionellen Schwächen der inputorientierten Messgröße sollte im Bündnis darauf gedrängt werden, die Verteidigungsanstrengungen eines Landes mehr mit outputorientierten Kriterien zu bewerten, also auf konkrete Beiträge zu den NATO-Fähigkeiten bzw. zum Schließen von Fähigkeitslücken abzuheben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.KönigswinterDeutschland

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