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Rechtfertigungsstrategien in der Programmgestaltung in Volkshochschulen im Zuge veränderter Governance-Strukturen aus einer konventionentheoretischen Perspektive

  • Matthias AlkeEmail author
Chapter
Part of the Soziologie der Konventionen book series (SOZKON)

Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich am Beispiel von Volkshochschulen in öffentlicher Trägerschaft aus einer konventionentheoretischen Perspektive mit Rechtfertigungsstrategien in der Programmgestaltung von Leitungskräften in Anbetracht veränderter Governance-Strukturen. Dazu werden empirische Befunde aus einer explorativen Interviewstudie mit Leitungskräften aus Volkshochschulen vorgestellt, die sich auf deren Umgang mit steuerungsrelevanten Akteuren aus Kommunalverwaltung und Politik im Kontext der Ausgestaltung ihrer Bildungsprogramme beziehen. Es werden drei zentrale Strategien der Rechtfertigung dargelegt, die mit Hilfe des Analyseinstrumentariums der Soziologie der Konventionen erschlossen wurden: marktwirtschaftliche Rechtfertigungsstrategien, staatsbürgerliche Rechtfertigungsstrategien in Konfliktsituationen sowie die Querfinanzierung als Kompromissstrategie und Form-Investition.

Schlüsselwörter

Weiterbildungsforschung Volkshochschulen Leitungskräfte Strategieentwicklung Educational Governance Soziologie der Konventionen Qualitative Forschung 

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Authors and Affiliations

  1. 1.Humboldt-Universität zu BerlinBerlinDeutschland

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