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Am Arbeitsmarkt vorbei. Überlegungen zur Neubestimmung „haushaltlicher“ Wohlfahrtsproduktion in ihrem Verhältnis zu Markt und Staat (1986)

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Part of the Ausgewählte Schriften von Claus Offe book series (ASCO, volume 1)

Zusammenfassung

Die Nachkriegsgeschichte der westeuropäischen Industriegesellschaften war – jedenfalls bis zum Ende der beispiellos langen Prosperitätsperiode, das Mitte der 70er Jahre eintrat – sozialstrukturell dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß der formellen, über Arbeitsmärkte vermittelten Lohn- bzw. Erwerbsarbeit absolut und relativ anstieg und sich auf Kosten der noch nicht modernisierten Sektoren und Arbeitsformen ausdehnte (B. Lutz, 1984). Zwar sank das zeitliche Volumen der pro Arbeitskraft eingesetzten Erwerbsarbeit aufgrund verschiedener Formen der Arbeitszeitverkürzung; aber dieser Effekt wurde, vor allem aufgrund wachsender Teilzeitarbeit, mehr als kompensiert: es ergab sich ein Netto-Wachstum der pro Haushalt angebotenen Zeit für Erwerbsarbeit.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Humboldt-Universität Berlin und Hertie School of GovernanceBerlinDeutschland

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