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Generationelle Schreibweisen in frühen literarischen Texten der Gruppe 47. Zum Motiv der Verführung bei Rolf Schroers, Wolfdietrich Schnurre und Wolfgang Hildesheimer

  • Jennifer Bigelow
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Zusammenfassung

Nach dem historischen Bruch von 1945 galt es in Deutschland ein nach demokratischen Prinzipien funktionierendes literarisches Feld zu etablieren. Diese Aufgabe wurde zusehends von den Autorinnen und Autoren der sogenannten „jungen Generation" übernommen, aus der später die Gruppe 47 hervorging und damit auch jener Literaturbetrieb, der die frühe Bundesrepublik nachhaltig prägen sollte. In den frühen Texten der Gruppe 47 lassen sich übereinstimmende narrative Muster ausmachen, die apologetische Deutungen in Bezug auf die Rolle der Deutschen im Zweiten Weltkrieg nahelegen. Hierbei erweist sich das Motiv der Verführung als zentral, dessen Ausgestaltung in unterschiedlichen Texten der ‚jungen Generation' dieser Beitrag fokussiert.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für GermanistikUniversität BernBernSchweiz

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