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Ein Jahrhundert im Rückblick: zu Hans Boeschs Simon Mittler-Tetralogie

  • Isabel Hernández
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Zusammenfassung

Schon nach der Wende ins 21. Jahrhundert gilt Geschichte für Schweizer Schriftsteller als ein weites Experimentierfeld für Erkundungen, Infragestellungen oder Neubesinnungen. Die Probleme und Konflikte einer ökonomisch wachsenden Gesellschaft, die zunehmende Internationalisierung und Popularisierung des literarischen Marktes und nicht zuletzt das Heranwachsen einer neuen Autorengeneration, die sich vorzugsweise mit ihrem eigenen Alltag beschäftigte, hat die Erinnerungsthematik in den Hintergrund gedrängt. Immer wieder aber stößt man auch bei näherer Betrachtung der literarischen Produktion der Dekaden vor der Wende auf Texte, die erkennen lassen, in welchem Maß Erinnerung an die Schweizer Vergangenheit immer noch als eine unerlässliche Voraussetzung für das Verständnis der Gegenwart angesehen wird.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Facultad de Filología - Departamento de Filología Alemana y EslavaUniversidad Complutense de MadridMadridSpanien

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