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Multiplikatoren

  • Enzo MondelloEmail author
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Zusammenfassung

Mit der relativen Bewertung hingegen wird der Aktienwert gegenüber einer Benchmark mithilfe eines Multiplikators beurteilt. Dabei wird untersucht, ob das Beteiligungspapier relativ zu den Aktien vergleichbarer Unternehmen richtig bewertet ist. Das ökonomische Grundprinzip der Methode von Vergleichsunternehmen basiert auf dem Gesetz des einheitlichen Preises, wonach zwei identische Vermögenswerte zum gleichen Preis gehandelt werden. Aus diesem Prinzip des einheitlichen Preises ergibt sich, dass ein Multiplikator von Vergleichsunternehmen mit dem Multiplikator des zu bewertenden Unternehmens übereinstimmen muss, da identische Vermögenswerte den gleichen Preis aufweisen. Grundsätzlich wird zwischen Preis‑ und Wertmultiplikatoren unterschieden. Bei einem Preismultiplikator wird der Aktienpreis zu einer finanziellen Variablen, die einen maßgebenden Einfluss auf den Aktienpreis hat, ins Verhältnis gesetzt. Die hierzu gewählte Variable ist zum Beispiel der Gewinn oder der Buchwert je Aktie. Im Gegensatz dazu wird bei einem Wertmultiplikator der Enterprise Value durch eine finanzielle Variable des Gesamtunternehmens wie etwa das EBITDA, den Umsatz oder den frei verfügbaren Firm‐Cashflow dividiert. In diesem Kapitel werden das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis beschrieben, die zu den Preismultiplikatoren zählen. Als Beispiel eines Wertmultiplikators wird das Enterprise-Value-EBITDA-Verhältnis vorgestellt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.RischSchweiz

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