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Der Partizipationsmythos „Partizipation in Reallaboren ist per se transparent und muss es auch sein“

  • Alexandra Quint
  • Sophia Alcántara
  • Andreas Seebacher
Open Access
Chapter

Zusammenfassung

Ein Partizipationsmythos ist ein Komplex von individuellen und kollektiven Vorstellungen über Partizipation, die sich unter den Akteuren eines Reallabors als unhinterfragte Erwartungshaltung hartnäckig halten und – ohne ausreichende Evidenz – Entscheidungen (mit) beeinflussen. Der Kurz-Beitrag erörtert den Mythos, Partizipation in der Forschung müsse, analog zur gesellschaftspolitisch-planerischen Partizipation, immer transparent sein, so dass immer alle über alles informiert sind. Er zeigt, dass dies nicht nur unmöglich wäre, sondern manchmal sogar die Zusammenarbeit behindern würde. Im Buch werden zudem der Partizipationsmythos allumfassender Beteiligung sowie der Partizipationsmythos unerlässlicher Repräsentativität diskutiert.

Schlüsselwörter

Reallabore Praxisakteure partizipative Forschung Partizipation Partizipationsmythos – Transparenz 

Literatur

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Die zwei weiteren Partizipationsmythen in diesem Buch

  1. Alcántara, S., Quint, A., & Seebacher, A. (2018). Der Partizipationsmythos „Partizipation in Reallaboren muss repräsentativ sein“. In R. Defila & A. Di Giulio (Hrsg.), Transdisziplinär und transformativ forschen. Eine Methodensammlung (S. 137-141). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  2. Seebacher, A., Alcántara, S., & Quint, A. (2018). Der Partizipationsmythos „Partizipation bedeutet, alle immer an allem zu beteiligen“. In R. Defila & A. Di Giulio (Hrsg.), Transdisziplinär und transformativ forschen. Eine Methodensammlung (S. 101-104). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar

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© Der/die Herausgeber bzw. der/die Autor(en) 2018

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Authors and Affiliations

  • Alexandra Quint
    • 1
  • Sophia Alcántara
    • 2
  • Andreas Seebacher
    • 1
  1. 1.ITASKITKarlsruheDeutschland
  2. 2.ZIRIUSUniversität StuttgartStuttgartDeutschland

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